Verkaufen auf Favoshop: der neue Marktplatz von Mediahuis

Berend, Vertriebsberater

Geschrieben vonBerend · Vertriebsberater

Verkaufen auf Favoshop: der neue Marktplatz von Mediahuis

Im Juni 2026 ist in den Niederlanden ein neuer Marktplatz gestartet, und der Absender überrascht: Favoshop kommt von Mediahuis Nederland, dem Verlag hinter De Telegraaf und einer ganzen Reihe regionaler Tageszeitungen. Statt für jede Zeitung einen eigenen Onlineshop zu betreiben, bündelt Mediahuis das Shopping seiner Nachrichtenmarken jetzt unter einem Label. Für Marken, die in den Benelux verkaufen wollen, entsteht damit ein Kanal, der von Anfang an mit bekannten Medienmarken im Rücken arbeitet. In diesem Beitrag lesen Sie, was Favoshop genau ist, was das Verkaufen dort kostet, welche Anforderungen der Marktplatz stellt, wie die Anmeldung abläuft und warum der Kanal gerade für deutsche Marken einen genaueren Blick wert ist.

Was ist Favoshop?

Favoshop ist der Marktplatz von Mediahuis Nederland. Die Nachrichtenmarken des Verlags, darunter De Telegraaf, die Leeuwarder Courant und das Dagblad van het Noorden, betrieben bislang jeweils eigene Onlineshops mit Angeboten für ihre Leser. Diese Shops laufen seit Juni 2026 unter einem gemeinsamen Namen zusammen: Favoshop. Aus vielen kleinen Zeitungsshops wird ein Marktplatz, auf dem externe Partner ihr Sortiment anbieten können.

Technisch steht Favoshop auf der Mirakl Plattform, einer der verbreitetsten Marktplatztechnologien in Europa, mit ChannelEngine als angebundenem Integrator. Für Sie als Verkäufer ist das eine gute Nachricht: Favoshop ist kein Experiment auf selbstgebauter Technik, sondern folgt denselben Mustern wie viele etablierte Marktplätze. Produktdaten, Bestände und Bestellungen laufen über eine Schnittstelle, die sich sauber automatisieren lässt.

Warum Favoshop für Verkäufer interessant ist

Das eigentliche Kapital von Favoshop ist das Publikum. Die Nachrichtenmarken von Mediahuis erreichen täglich viele Leser in den Niederlanden, und genau dieses Publikum sieht künftig den Marktplatz. Verkauft wird in die Niederlande und nach Belgien, also in zwei kaufkräftige Märkte direkt vor der deutschen Haustür.

Dazu kommt der Zeitpunkt. Favoshop bindet gerade die ersten Partner an. Der inhaltliche Fokus liegt auf Haus und Wohnen, Lifestyle, Health und Saisonkampagnen. Wer jetzt einsteigt, steht in den Suchergebnissen neben einer überschaubaren Zahl von Wettbewerbern statt neben tausenden. Auf reifen Marktplätzen müssen Sie sich Sichtbarkeit meist mit Werbebudget kaufen; auf einem jungen, kuratierten Marktplatz bekommen gute Produkte sie noch von selbst. Dieser Vorsprung hält nicht ewig, aber er ist real, solange die Kategorieseiten noch nicht voll sind.

Was kostet das Verkaufen auf Favoshop?

Das Kostenmodell ist angenehm einfach: Es gibt keine Einrichtungskosten und kein festes Abo. Favoshop verdient ausschließlich mit, wenn Sie verkaufen. Die Kommission liegt je nach Kategorie zwischen 12 und 17 Prozent pro Verkauf.

Ein Rechenbeispiel: Verkaufen Sie ein Produkt für 100 Euro in einer Kategorie mit 15 Prozent Kommission, gehen 15 Euro an Favoshop und 85 Euro bleiben bei Ihnen, bevor Ihre eigenen Kosten für Einkauf, Versand und Retouren abgehen. Damit ist der Test dieses Kanals finanziell risikoarm: Läuft nichts, zahlen Sie auch nichts. Ob die Kommission sich für Ihr Sortiment rechnet, hängt wie überall von Ihrer Marge und Ihren Versandkosten ab, und genau das sollten Sie vor dem Start pro Kategorie durchrechnen.

Welche Anforderungen Favoshop stellt

Aus dem Anmeldeformular geht klar hervor, was Favoshop von seinen Partnern erwartet. Sie liefern in die Niederlande und nach Belgien. Ihr Produktcontent ist auf Niederländisch. Ihr Kundenservice arbeitet auf Niederländisch. Sie kommunizieren ehrliche Lieferzeiten. Und Sie verpacken und versenden selbst, inklusive Retouren und Garantie.

Favoshop bietet also kein eigenes Fulfillment: Die Logistik bleibt komplett bei Ihnen. Wer bereits auf Marktplätzen wie bol verkauft, erfüllt die logistischen Punkte meist ohnehin. Die Sprachanforderungen sind der Teil, an dem es für ausländische Marken hakt, dazu gleich mehr.

So läuft die Anmeldung

Die Anmeldung läuft über das Formular auf favoshop.nl/aanmelden. Wichtig zu wissen: Favoshop ist ein kuratierter Marktplatz. Sie melden sich an, und das Team meldet sich anschließend bei Ihnen. Eine Zulassung ist nicht garantiert, Favoshop wählt seine Partner bewusst aus. Das ist kein Nachteil, sondern Teil des Konzepts: Ein Marktplatz unter dem Namen bekannter Nachrichtenmarken kann sich schlechte Anbieter schlicht nicht leisten.

Gefragt wird im Formular nach Ihrem Sortiment, der Anzahl Ihrer SKUs, dem Aggregator, über den Sie anbinden, und Ihrer Erfahrung auf anderen Marktplätzen. Genau hier zahlt sich eine saubere Marktplatzhistorie aus: Wer zeigen kann, dass Bestände, Lieferzeiten und Kundenservice auf anderen Kanälen zuverlässig laufen, hat die deutlich stärkere Bewerbung. Ein professioneller Feed und ein klar umrissenes Sortiment im Fokusbereich von Favoshop erhöhen die Chance, zu den früh angebundenen Partnern zu gehören.

Die eigentliche Hürde für deutsche Marken: Niederländisch

Für deutsche Marken ist weder die Technik noch die Logistik das Problem. In die Niederlande und nach Belgien liefern viele ohnehin schon. Die echte Hürde sind die Sprachanforderungen: Produktcontent auf Niederländisch und Kundenservice auf Niederländisch sind Pflicht, keine Empfehlung. Ein maschinell übersetzter Katalog fällt niederländischen Kunden sofort auf, und ein Serviceteam, das Anfragen nur auf Deutsch oder Englisch beantworten kann, erfüllt die Vorgabe schlicht nicht.

Genau diese Lokalisierung ist das, was e-tailize für seine Kunden übernimmt: Produktcontent, der für niederländische Käufer geschrieben ist, und ein Serviceaufbau, der die Sprachvorgabe erfüllt. Damit wird aus der größten Hürde des Kanals ein lösbares Projekt.

Wie e-tailize Sie auf Favoshop bringt

Wenn Favoshop zu Ihrem Sortiment passt, übernehmen wir den kompletten Weg dorthin. Wir präsentieren Ihre Marke beim Marktplatz, bauen Ihren Produktfeed exakt nach der Spezifikation dieses Kanals und lokalisieren Ihren Content auf Niederländisch. Alle Details zum Kanal finden Sie auf unserer Favoshop Integrationsseite.

Der eigentliche Vorteil liegt in der Basis dahinter: Dieselbe Grundlage, mit der wir Sie auf Favoshop bringen, betreibt über 200 Marktplätze in ganz Europa, und mehr als 500 Verkäufer arbeiten bereits so mit uns. Ein neuer Kanal wie Favoshop ist damit kein Sonderprojekt, sondern ein weiterer Baustein auf einem Fundament, das schon steht. Unsere Fee folgt dem neuen Umsatz: Sie zahlen für das, was der Kanal Ihnen tatsächlich an zusätzlichem Geschäft bringt.

Fazit

Favoshop ist ein junger, kuratierter Marktplatz mit dem Publikum großer niederländischer Nachrichtenmarken, einem klaren Kostenmodell ohne Fixkosten und einem Fokus auf Haus und Wohnen, Lifestyle, Health und Saisonkampagnen. Die Eintrittshürde ist nicht die Technik, sondern das Niederländische. Wer diese Hürde nimmt und früh dabei ist, verkauft in einem Umfeld, in dem die Suchergebnisse noch nicht überlaufen sind. Ob der Kanal zu Ihrem Sortiment passt, klären wir ehrlich in einem kostenlosen Erkundungsgespräch, bevor irgendetwas gebaut wird.

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